+++ Aktueller Bitcoin-Kurs: 2.290,35 € (Stand 25.06.2017 08:52, Quelle: bitcoin.de) +++

Risiken

Wir sehen es als Verpflichtung an, Sie über die Risiken eines Engagements in Bitcoin zu informieren und empfehlen eine Investitionsentscheidung direkt oder indirekt in Bitcoin, erst nach Abwägung aller wesentlichen Risiken sowie nach genauer Prüfung zu treffen.

Allgemeine Risiken

Der Bitcoin-Kurs ist sehr unbeständig, Schwankungen von mehreren Prozent am Tag sind normal. Aufgrund dieser Volatilität können erhebliche Wertschwankungen entstehen.
Die Gefahr von heftigen Kursausschlägen ist nach oben und unten gegeben.

Spezifische Risiken

Der Handel mit Bitcoin hat spezifische Risiken, die nicht mit den Risiken anderer offizieller Währungen, Waren oder Gütern gleichzusetzen sind:

  • Im Unterschied zu anderen Währungen, die vom Staat oder anderen Rechtspersonen gesteuert werden, und Rohstoffen wie Gold und Silber, ist Bitcoin eine Währung, die auf Mathematik, Technologie und Vertrauen basiert.
  • Durch die Dezentralität und das Fehlen einer steuernden Institution, wie etwa einer Zentralbank, sind Bitcoin im Gegensatz zu Kreditkarten und anderen Zahlungsmöglichkeiten nur teilweise gegen Manipulation und Diebstahl versichert. Im Unterschied zu normalen Sparguthaben gibt es keine Einlagensicherung.
  • Auch im Falle einer Krise gibt es keine Autorität, die Ausgleichsmaßnahmen ergreifen könnte, um den Bitcoin-Wert zu stabilisieren oder weitere Zahlungsmittel herauszugeben.
  • Bei dem noch kleinen Bitcoin-Markt mit wenigen Marktteilnehmern ist Liquidität ein Problem. Nicht immer gibt es genügend Käufer und Verkäufer von Bitcoins, um einen Austausch zu ermöglichen. Dies erschwert den Transfer von Guthaben in andere Währungen und umgekehrt.
  • Der Bitcoin-Handel ist anfällig für Spekulationsblasen und absoluten Vertrauensverlust, die Angebot und Nachfrage beeinflussen und den Bitcoin Handel zusammenbrechen lassen können.
  • Die Sicherheit von Bitcoin ist ambivalent. Das System ist zwar gut gegen Angriffe und Fälschungen abgesichert, da es auf kryptografischen Verfahren beruht. Aber viele Tauschbörsen sind Hackerangriffen ausgesetzt. Zudem besteht die Gefahr des Datenverlusts, da Bitcoin eine rein digitale Währung ist. Die Möglichkeit, Bitcoin zu speichern, ist mit vielen Risiken verbunden. Bei der lokalen Speicherung auf der Festplatte eines Computers kann ein Hardwaredefekt auftreten, der die Festplatte und damit das gesamte Bitcoin-Guthaben zerstört. Zudem ist Bitcoin durch Hackerangriffe und Malware gefährdet. Ohne Verschlüsselung und Absicherung gegen fremde Zugriffe besteht immer ein Risiko bei der lokalen Speicherung auf einem Computer. Auch die Online-Speicherung bei verschiedenen Anbietern ist nicht sicher. Die sogenannten Online Wallets stellen ein beliebtes Ziel für Hackerangriffe dar. Bei einem erfolgreichen Angriff ist das Guthaben weg.
  • Fiat-Währungen sind dagegen weitgehend sicher. Es gibt Einlagesicherungsfonds zum Schutz der Guthaben und zahlreiche Regulierungsvorschriften, die den Schutz der Besitzer garantieren. Noch gibt es für Bitcoin keine vereinheitlichen Regulierungsmaßnahmen. Es besteht aber das Risiko staatlicher Eingriffe bis hin zum Verbot. Der dezentrale Charakter des Netzwerkes macht einen Zugriff für jede staatliche Institution sehr schwer, da es keinen zentralen Server gibt, den man überwachen und bei Verstößen abschalten kann.
  • Da keine Regierung Bitcoin regulieren kann und die komplette Abschaltung eines dezentralen Netzwerkes nicht möglich ist, besteht die Gefahr, dass Bitcoin in einigen Ländern für illegal erklärt wird. Bei einem Verbot der Bitcoin-Währung sind Handel und Transaktionen im Internet zwar weiterhin möglich. Bitcoins sind dann als Zahlungsmittel für legale Geschäfte jedoch nicht mehr einsetzbar.
  • Die Entstehung weiterer digitaler Währungen ist ein ebenfalls zu benennendes Risiko. Bitcoin ist ein Open-Source-Projekt. Die Software ist für jeden zugänglich und veränderbar. Es gibt bereits andere digitale Währungen, die auf dem Bitcoin-Protokoll basieren. Diese Währungen sind zwar noch weniger verbreitet als Bitcoin, aber es gibt auch für sie bereits erste Wechselkurse und Tauschbörsen. Eine dieser Währungen könnte Bitcoin in Akzeptanz und Verbreitung übertreffen.

Jeder Anleger und Nutzer hat sorgfältig zu prüfen, ob sich seine finanzielle Situation und Risikotoleranz für den Kauf und Verkauf von bzw. den Handel mit Bitcoin eignen. Interessierten Anlegern empfehlen wir, sich vor ihrer endgültigen Anlageentscheidung durch einen fachkundigen Dritten ihres Vertrauens, beispielsweise durch einen Rechtsanwalt oder Steuerberater, beraten zu lassen.