+++ Aktueller Bitcoin-Kurs: 1.158,99 € (Stand 23.04.2017 13:48, Quelle: bitcoin.de) +++

Bit Coin Glossar

ASIC
Abkürzung für “Application Specific Intergrated Circuit”. Anwendungsspezifischer Schaltkreis. Chip, der an spezielle Erfordernisse von Auftraggebern angepasst ist, meist durch zusätzliche Schaltfunktionen.
Altcoin
Alternative Kryptowährung, wie z.B. Litecoin, Blackcoin, Peercoin
Anonymität
Im Gegensatz zu Überweisungen im normalen Bankensystem, bei denen Name und Kontonummer des Empfängers bekannt sind, finden die Bitcoin Überweisungen weitgehend anonym für alle Beteiligten statt, da Sender und Empfänger nur durch einen mathematisch generierten Schlüssel aus Zahlen und Buchstaben miteinander in Verbindung treten. Auch für Dritte sind nur die Adressen einsehbar und es ist nicht nachvollziehbar, wer dahinter steht. Bitcoin ist ein Open-Source-Programm.
Asymmetrisches Kryptosystem
Ein asymmetrisches Kryptosystem oder Public-Key-Kryptosystem ist ein kryptographisches Verfahren, bei dem im Gegensatz zu einem symmetrischen Kryptosystem die kommunizierenden Parteien keinen gemeinsamen geheimen Schlüssel zu kennen brauchen. Ein Benutzer erzeugt hier ein Schlüsselpaar, das aus einem geheimen Teil (privater Schlüssel) und einem nicht geheimen Teil (öffentlicher Schlüssel) besteht. Der öffentliche Schlüssel ermöglicht es jedem, Daten für den Inhaber des privaten Schlüssels zu verschlüsseln, dessen digitale Signaturen zu prüfen oder ihn zu authentifizieren. Der private Schlüssel ermöglicht es seinem Inhaber, mit dem öffentlichen Schlüssel verschlüsselte Daten zu entschlüsseln, digitale Signaturen zu erzeugen oder sich zu authentisieren.
Bestätigung
Wenn eine Transaktion durch das Netzwerk bestätigt wurde, heißt das, dass sie durch das Netzwerk verifiziert wurde und eine Rückabwicklung sehr unwahrscheinlich ist. Transaktionen erhalten eine Bestätigung wenn sie in einem Block gespeichert sind, sowie in jedem darauffolgenden Block.
Bitcoin
Der Begriff „Bitcoin“ setzt sich aus „Bit“ (kleinste Speichereinheit im Computer) und „Coin“ (englisch für „Münze“) zusammen. Bitcoin steht sowohl für das komplette Währungssystem, das aus einem globalen Netzwerk besteht als auch für die einzelnen Währungseinheiten – die Bitcoin – die inoffiziell mit BTC abgekürzt werden. Bitcoin ist eine Recheneinheit, die als privates Zahlungsmittel verwendet werden kann („virtuelles Geld“) Sie ist eine dezentrale und weitgehend anonyme Online-Währung, die weder durch eine zentrale Institution gesteuert wird und die auch nicht durch Gold oder andere werthaltige Gegenstände gedeckt ist. Bitcoin existieren rein virtuell im Internet und sind für jeden frei zugänglich. Sie ermöglichen kostenfreie und anonyme Transaktionen von Guthaben.
Bitcoin-ATM
Bitcoin-Geldautomaten. Diese geben Bitcoin-Guthaben in lokaler Währung aus und ermöglichen Bareinzahlungen auf das Bitcoin-Konto des jeweiligen Nutzers.
Blockchain
Jede Transaktion wird in der sogenannten „Block Chain“ protokolliert. Die „Block Chain“ ist eine Datenbank, die alle Transaktionen dokumentiert und seit 2009 jede Überweisung enthält. Sie ist eine Kette aus Blöcken und die Blöcke sind Sammlungen von Transaktionen, die an die „Block Chain“ angehängt werden. In den Blöcken sind die Daten zu den Transaktionen zwischen Sendern und Empfängern von Bitcoin gespeichert. Etwa alle 10 Minuten werden die neuen Transaktionen in einem Block zusammengefasst, dieser wird dann auf die „Block Chain“ angehängt. In diesem Moment wird geprüft, ob der neue Block mit der „Block Chain“ zusammenpasst. Die Blöcke werden im Netzwerk verifiziert, dies geschieht durch das Mining.
Cloud Mining
Beim Cloud Mining wird die Rechenkapazität aller Nutzer in einem Pool zusammengefasst. Die geschürften Bitcoin werden dann, abhängig von der individuellen Rechenleistung, auf die Nutzer aufgeteilt. Dadurch lassen sich im Gegensatz zum individuellen Mining sichere Einkommen generieren. Beim Cloud Mining müssen sich die Nutzer keine Gedanken über die größten Mining-Probleme machen:

  • Massiver Stromverbrauch
  • Verbindungsprobleme
  • Platz und entsprechende Kühlung der Hardware
  • Lärm der Mining Komponenten
  • Wartungskosten
Deflationär
Die Bitcoin-Menge ist auf 21 Millionen Stück begrenzt. Sobald diese erzeugt sind, können keine weiteren Bitcoin mehr generiert werden. Im Gegensatz zu den real existierenden Währungen, ist Bitcoin eine deflationäre Währung, die beliebig durch die Notenbanken vermehrt werden können. Aufgrund der Obergrenze von 21 Millionen Stück kommt jedem Bitcoin ein immer höherer Wert zu.
Dezentral
eines der wichtigsten Konzepte des Internets. Es bedeutet, wie der Name schon sagt, dass es kein Zentrum gibt, sondern lediglich ein Netzwerk. Der Bitcoin ist die erste dezentrale Währung, da die Blockchain auf sämtlichen Computern gespeichert wird, die einen Full Node bilden, und keine Zentralbank, sondern das Netzwerk der Miner das neue Geld erzeugt. Von dezentralen Netzwerken wird gesagt, sie seien antifragil, da sie nicht zusammenbrechen, wenn einzelne Knoten fallen.
Difficulty
englisch für Schwierigkeit, steht hinsichtlich des Bitcoin für die Schwierigkeit im Minen. Die Difficulty passt sich automatisch alle 2016 Blocks (etwa alle 2 Wochen) an die Hash-Rate des Netzwerkes an, indem sie die Schwierigkeit der kryptographischen Rätsel, die ein Miner lösen muss, um einen Block zu finden, anhebt. Diese Justierung der Difficulty sorgt dafür, dass nur etwa alle zehn Minuten ein Block gefunden wird.
Faucet
amerik. für Wasser- oder Zapfhahn, sind Internetseiten, auf denen man geringfügige Mengen Bitcoin erwerben kann, indem man sich beispielsweise durch Werbeseiten klickt. Faucets sind geeignet, um erste Bruchteile Bitcoin zu erhalten. Allerdings ist die Auszahlung bei gleichzeitig hohem zeitlichen Aufwand nicht wirklich lohnend.
Fälschung oder Doppelausgabe von Bitcoin möglich?
Durch das Bestätigen der Richtigkeit von Blöcken kann ein Miner Belohnungen in Form von Bitcoin erhalten. Erst wenn die Transaktion als gültig erkannt wird, geht sie in die „Block Chain“ ein. Somit ist es derzeit nahezu unmöglich, einen Bitcoin zu fälschen oder eine Transaktion zu manipulieren. Dieses Konzept wird „Proof-of-Work“ genannt. Sollte ein Angreifer die Absicht haben, Transaktionen zu löschen, um Bitcoin doppelt ausgeben zu können, muss er den Block, der seine Transaktion enthält, manipulieren oder löschen. Da die Blöcke durch die Hashwerte miteinander verknüpft sind, muss er auch alle nachfolgenden Blöcke entsprechend manipulieren. Dabei muss er aber schneller sein als das restliche Netzwerk, da seine Manipulationsversuche ansonsten durch die regulären Miner wirkungslos bleiben.
FIAT-Geld
von lat. “es entsteht”, Bezeichnung für Geld, das keinen intrinsischen Wert hat, etwa Papiergeld. FIAT-Geld entsteht, wenn entweder ein Staat neue Geldscheine drucken lässt oder wenn im modernen Bankenwesen Geld durch die Vergabe von Krediten erzeugt wird und hat daher die Neigung, mehr oder weniger stark im Verlauf der Zeit an Wert zu verlieren. Bitcoin sind, auch wenn sie ebenfalls keinen intrinsischen Wert haben, wegen der Begrenzung der Menge von FIAT-Geld zu unterscheiden.
Full Client
Ein Client, der die gesamte Blockchain herunterlädt und jede einzelne Transaktion verifiziert. Dies ist die sicherste, aber auch die aufwändigste Methode, das Guthaben aller Adressen zu bestimmen. Bisher ist Bitcoin-QT der einzige Full Client.
Genesis-Block
Das Bitcoin-Netzwerk entstand am 3. Januar 2009 mit der Berechnung des ersten Blocks, dem sogenannten „Genesis Block“, der die ersten 50 Bitcoin erzeugt hat. Die ersten Bitcoin hatten noch keinen Bezugspunkt, deshalb wurde ihr Wert unter den ersten Teilnehmern des Netzwerks ausgehandelt.
GPU
Graphics Processing Unit, steht für die Prozessoren auf einer Grafikkarte. GPUs sind verglichen mit CPUs, den Hauptprozessoren, besser geeignet, um viele serielle Berechnungen schnell durchzuführen. Aus diesem Grund haben die GPUs auch schon vor fast drei Jahren die CPUs im Bitcoin-Mining abgelöst. Mittlerweile wurden sie aber selbst wiederum von den →ASICs verdrängt. Im Altcoin-Mining spielen GPUs aber weiterhin die führende Rolle.
Hashwert
Ein Hashwert ist ein Wert fester Länge der typischerweise als hexadezimale Zeichenkette codiert ist und der aus beliebigen Eingabedaten gewonnen werden kann. Er wird durch einen Algorithmus berechnet, der eine große Eingabemenge auf eine kleinere Zielmenge abbildet. Die wesentliche Eigenschaft eines aus Zahlen und Buchstaben bestehenden Hashwertes ist, dass durch ihn keine Rückschlüsse auf den ursprünglichen Eingabewert möglich sein dürfen. Der Hashwert hat Einwegcharakter. Diese Eigenschaft macht Hashwerte für die Speicherung von Passwörtern und anderen sensiblen Daten interessant. Sollten die Anmeldedaten in die Hände unberechtigter Dritter gelangen, ist es aufgrund des Einwegcharakters der Hashfunktion für den Angreifer schwieriger das ursprüngliche Passwort zu ermitteln.
Hash Rate
Die Hash Rate ist die Maßeinheit der Rechenkraft des Bitcoin-Netzwerks. Aus Sicherheitsgründen muss das Bitcoin-Netzwerk intensive mathematische Rechenoperationen durchführen. Wenn das Netzwerk eine Hash Rate von 10 TH/s erreicht, heißt das, dass es 10 Billionen Berechnungen pro Sekunde druchführen kann.
Die sichere Basis Kryptographie
Wissenschaft der Verschlüsselung von Informationen.
Kryptographie ist ein Fachgebiet der Mathematik, mit dessen Hilfe mathematische Beweise erstellt werden, die ein hohes Maß an Sicherheit bieten. Der Online-Handel und Banken nutzen Kryptographie bereits. Im Falle von Bitcoin wird Kryptographie verwendet, um auszuschließen, dass jemand Geld aus fremden Wallets ausgibt oder die Blockkette manipuliert. Kryptographie kann auch verwendet werden, um eine Wallet zu verschlüsseln, so dass sie nicht ohne Passwort verwendet werden kann.
Legalität
Sogenannte „Tauschgeschäfte“ oder „Geschäfte in Fremdwährungen“ sind in Deutschland legal. Dazu müssen die Bitcoin anhand des aktuellen Kurses in Euro umgerechnet werden. Dabei muss jedoch beachtet werden, dass diese Geschäfte auch steuerlich ausgewiesen werden müssen. Die deutsche Bundesregierung erkennt die digitale Währung inzwischen als „Rechnungseinheiten“ an. Damit ist Bitcoin eine Art „privates Geld“, welches in „multilateralen Verrechnungskreisen“ eingesetzt werden kann. Das Herstellen von Bitcoin ist somit „private Geldschöpfung“, wie das Bundesfinanzministerium mitteilte. Die Digitalwährung ist also rechtlich als auch steuerlich legal.
Mining
Die Bezeichnung „Mining“ entstand, weil das Errechnen der Bitcoin mit dem Schürfen von Rohstoffen wie beispielsweise Gold vergleichbar ist. Bitcoin werden nur durch Mining erzeugt, da es keine zentrale Institution gibt, die Bitcoin ausgibt.
Beim Bitcoin-Mining werden die im Netzwerk anfallenden Transaktionen von Bitcoin an unterschiedliche Adressen verarbeitet. Während des Prozess werden Transaktionen in Blöcke zusammengefasst, diese Blöcke werden durch Rechenoperationen bestätigt und an das Bitcoin-Netzwerk gesendet, wo sie in die Blockchain eingefügt werden.
Welche Funktion haben Miner?
„Miner“ müssen rechenintensive kryptographische Rätsel lösen. Ist dies gelungen, erhalten sie einen Block und dafür eine bestimmte Belohnung, derzeit 25 Bitcoin. Diese Belohnung ist der Lohn dafür, dass die Miner die Korrektheit der Transaktionen gewährleisten. Um sicherzustellen, dass etwa alle 10 Minuten ein Block gefunden wird, ändert sich die Schwierigkeit der mathematischen Rätsel mit der investierten Rechenkraft des Netzwerkes. Somit fallen in den Minern diejenigen, die Bitcoin erzeugen, mit denen zusammen, die Überweisungen prüfen.
Mining Rig
Ein Computer, der zum Mining verwendet wird. In der Regel entweder ein normaler PC mit mehreren leistungsfähigen Grafikkarten, ein entsprechend programmierter FPGA oder ein speziell dafür konstruierter ASIC-Miner
Open Source
Bitcoin ist ein Open-Source-Programm, d.h. der Quellcode ist für jeden zugänglich und einsehbar. Trotzdem soll die völlige Anonymität der der jeweiligen Eigentümer der Bitcoin garantiert werden. Dies wird durch kryptographische Schlüssel ermöglicht, die den Besitz der Bitcoin belegen.
Peer-to-Peer
Der Begriff „Peer To Peer“ bezeichnet Systeme, die wie ein organisiertes Kollektiv arbeiten indem jedes Individuum direkt mit den anderen interagiert. Im Fall von Bitcoin ist das Netzwerk so ausgelegt, dass jeder Nutzer die Transkationen anderer Nutzer übermittelt. Und, sehr wichtig: es wird keine Bank als dritte Instanz benötigt.
Satoshi Nakamoto
Das Konzept der Bitcoin-Währung wurde erstmals am 31.10.2008 von Satoshi Nakamoto in einem Aufsatz vorgestellt. Ob es sich bei Satoshi Nakamoto um eine real existierende Person oder das Pseudonym einer einzelnen Person oder Personengruppe handelt, ist nicht bekannt, denn er ist nie öffentlich in Erscheinung getreten.
Scrypt
Scrypt ist eine Passwort-basierte Schlüsselableitungsfunktion (password based key derivation function). Motiviert wurde die Entwicklung von scrypt durch die Verwundbarkeit bisheriger Schlüsselableitungsfunktionen wie bcrypt und PBKDF2 gegen Brute-Force- und Wörterbuch-Angriffe mit spezialisierter Hardware. Scrypt wurde speziell entwickelt, um Brute-Force-Angriffe mit spezialisierter Hardware wie etwa FPGAs und ASICs zu erschweren. Sie nutzt dazu die Tatsache, dass Arbeitsspeicher verhältnismäßig teuer ist. Aus diesem Grund ist scrypt absichtlich sehr speicheraufwendig konstruiert worden.
Server Trusting Client
Ein Client, der die Blockchain nicht selbst verwaltet, sondern die seine Adressen betreffenden Informationen von einem Server bezieht und diesem bei eigenen Zahlungen signierte Transaktionen schickt, die der Server an das Bitcoinnetzwerk weiterleitet. Dies ist insofern unsicher, als das der Server dem Client eingehende Zahlungen melden könnte, die gar nicht stattgefunden haben. Ausgehende Zahlungen können zwar nicht manipuliert, aber zurückgehalten werden.
Sicherheit
Durch das kryptographische Verfahren ist das System sehr gut gegen Angriffe und Fälschungen abgesichert. Schwachstellen bilden jedoch vor allem Hackerangriffe auf die verschiedenen Tauschbörsen oder deren Accounts bzw. die lokal in Wallets gespeicherten Bitcoin. Solange man sich aber an die gängigen Sicherheitsregeln hält und auf sichere Passwörter achtet, die man auch ab und an ändern sollte, kann seinem Guthaben in der Regel aber nichts passieren. Gerade durch das stark zugenommene Interesse am Thema Bitcoin sind auch die Tauschbörsenbetreiber bestrebt ihre Verfügbarkeit auch bei steigender Nachfrage sicherzustellen und gegen Angriffe zu schützen. Das Open-Source Bitcoin-System selbst gilt aber bis heute als nahezu unangreifbar.
Signatur
Eine kryptographische Signatur ist ein mathematischer Mechanismus, um Eigentumsrecht nachzuweisen. Im Fall von Bitcoin, werden eine Bitcoin Wallet und ihre privaten Schlüssel durch eine Art mathematische Magie miteinander verbunden. Wenn Ihre Bitcoin-Software eine Transaktion mit dem passenden privaten Schlüssel signiert, kann das ganze Netzwerk sehen, dass die Signatur zu der Bitcoin-Adresse passt. Dennoch kann niemand Ihren privaten Schlüssel erraten, um so Ihre hart verdienten Bitcoin zu stehlen.
SPV
Steht für Simple Payment Verification. Ein vereinfachtes Verfahren zur Verifizierung der Blockchain. Es werden nur die Blockheader, die aktuellsten X Blöcke  und alle Transaktionen, die Adressen des eigenen Wallets betreffen, heruntergeladen. Für alle Transaktionen, die aus älteren Blöcken stammen wird angenommen, dass sie korrekt sind. Im Prinzip wird darauf vertraut, dass es zu aufwändig ist einen Teil der Blockchain mit mindestens X Blöcken zu fälschen und deshalb alles, was älter ist als X Blöcke, schon korrekt sein wird, zumal andere Netzteilnehmer es auch akzeptiert haben. Das ist insbesondere dann problematisch, wenn man ausschließlich mit bösartigen Clients verbunden ist (z.B. durch einen Sybil Angriff).
Transaktionen
Bitcoin werden durch ein sogenanntes Peer-to-Peer-Computernetzwerk transferiert, während reguläres Geld über Banken oder direkte Transaktionen ausgetauscht wird. Das Netzwerk wird durch alle Teilnehmer gebildet, die eine bestimmte Software, den Bitcoin-Client, ausführen und sich über das Internet miteinander verbinden. Mit dieser Software lassen sich die Bitcoin von einem Nutzer auf den anderen übertragen. Die Übertragung erfolgt wie beim Online Banking durch Überweisungen, die von jedem Gerät vorgenommen werden können, das mit dem Internet verbunden ist. Die Transaktionen erfolgen direkt von Sender zu Empfänger (Peer-to-Peer), ohne zentrale Ausgabestelle oder Bank. Die Sender und Empfänger treten durch einen mathematisch generierten Schlüssel aus Zahlen und Buchstaben miteinander in Verbindung und somit sind Bitcoin-Überweisungen weitgehend anonym für alle Beteiligten.
Transparenz
Das Netzwerk speichert jede einzelne Transaktion in einem riesigen Register, auch BlockChain genannt. Die BlockChain weiß alles. Wenn jemand eine öffentliche Bitcoin-Adresse besitzt, kann jeder einsehen, wie viele Bitcoin sich auf diesem Konto befinden. Sie können nur nicht zuordnen, wem diese Adresse gehört. Viele Nutzer benutzen dennoch wechselnde Adressen und transferieren nur Teile von Bitcoin an eine Adresse.
Technische Einbindung
Aus der technischen Perspektive ist die Akzeptanz von Bitcoin im Internet kein Problem. Für die populärsten Onlineshop-Systeme gibt es Plug-ins, die die Transaktion an einen Zahlungsdienstleister übergeben und diese darüber abwickeln. Der Kunde erhält einen Link, der die nötigen Informationen an ein Wallet liefert oder einen Code, der er einscannen kann. Wer in der Lage ist, einen Account bei Diensten wie Paypal in seinen Onlineshop einzubauen, wird keine großen Schwierigkeiten haben, Bitcoin zu integrieren. Die Annahme von Kreditkarten ist dagegen schon fast komplex.
Wallet
Der Besitz von Bitcoin wird durch eine elektronische Geldbörse, der sogenannten „Wallet“, ausgewiesen. Sie wird mit der Installation der Client-Software eingerichtet.
Die „Wallet“ bildet ein Schlüsselpaar, bestehend aus einem
privaten und einem öffentlichen Schlüssel. Der öffentliche Schlüssel wird in eine Adresse umgewandelt, die für jeden sichtbar ist und die Funktion einer Kontonummer einnimmt. An diese Adresse kann man Bitcoin überweisen.
Der private Schlüssel befindet sich nur auf der „Wallet“, er ist vergleichbar mit der persönlichen Unterschrift zur Freigabe von Dokumenten oder einer TAN, mit dem man Bitcoin überweisen, also die Transaktion signieren kann. Hinter dem Schlüsselpaar verbirgt sich starke Kryptographie, die es unmöglich macht, den privaten Schlüssel zu erraten.
Wie bekommt man Bitcoin?
  1. Bitcoin kann man mit herkömmlicher Währung an Bitcoin-Börsen kaufen
  2. Man bietet Waren und Dienstleistungen an und akzeptiert Bitcoin als Zahlungsmittel
  3. Über erste Bitcoin-Geldautomaten: diese geben Bitcoin-Guthaben in lokaler Währung aus und ermöglichen Bareinzahlungen auf das Bitcoin-Konto des jeweiligen Nutzers
  4. Mining (die Herstellung von Bitcoin) – hierbei kann man entweder selbstständig nach neuen Blöcken suchen oder man stellt seine Rechenleistung einem Bitcoin-Mining-Pool zur Verfügung
  5. Bitcoin verdienen, z.B. für das Anklicken von Links, das Anschauen von Bitcoin-relevanten Webseiten oder als Belohnung für das Ausfüllen von Umfragen oder das Lösen kleinerer Aufgaben im Web
  6. Bitcoin gewinnen – mit Online-Glückspielen wie Roulette, Poker kann man Bitcoin gewinnen
Was kosten Bitcoin?
Der Wert eines Bitcoin ist vom aktuellen Kurs abhängig, den man bei verschiedenen Bitcoin-Börsen einsehen kann.
Wie werden Bitcoin Gewinne im privaten Bereich versteuert?
Gewinne aus Anlagen in Bitcoin sind steuerpflichtig, wenn diese innerhalb eines Jahres angeschafft und wieder veräußert werden. Dann liegt ein privates Veräußerungsgeschäft vor und der Gewinn unterliegt dem persönlichen Steuersatz. Der Abgeltungsteuersatz kommt nicht zur Anwendung. Im Gegensatz zu anderen Anlagen, zum Beispiel Aktien oder Anleihen, behält das Kreditinstitut die Steuer nicht ein. Der Anleger muss folglich den steuerpflichtigen Gewinn in seiner Einkommensteuererklärung in der Anlage so deklarieren.
Wurde aus den Bitcoin innerhalb der Jahresfrist ein Verlust erzielt, so sollte auch dieser in der Steuererklärung deklariert werden. Der Verlust kann jedoch nur mit Gewinnen aus anderen privaten Veräußerungsgeschäften verrechnet werden. Der steuerpflichtige Gewinn oder Verlust ist in Euro zu ermitteln, indem die angeschafften und veräußerten Bitcoin mit den jeweiligen Kursen in Euro konvertiert werden. Unter einer Anschaffung wird der entgeltliche Erwerb der Bitcoin von einem Dritten verstanden. Sie liegt dann vor, wenn Bitcoin mit Euro oder durch den Verkauf von Kapitalanlagen (oder anderer Gegenstände) erworben werden. Demgegenüber dürfte keine Anschaffung vorliegen, wenn die Bitcoin durch „Mining“ entstanden sind. Dabei werden durch Einsatz einer Software auf dem Computer neue Bitcoin erzeugt.

“Bitcoin is a remarkable cryptographic achievement and the ability to create something that is not duplicable in the digital world has enormous value”

Eric Schmidt

CEO of Google


“It’s money 2.0, a huge huge huge deal.”

Chamath Palihapitiya

Previous head of AOL Instant Messenger